zurück

Eine ganz kurze Vorbemerkung:

 

Zu den großen Schätzen der niedersächsischen Klöster Wienhausen und Lüne gehören die in der Technik des Klosterstichs gestickten mittelalterlichen Bildteppiche. Nonnen und adelige Damen hatten sie für das Kloster oder auch als Auftragswerke gearbeitet.

Auf lockerem Leinengewebe wird ein etwa 5 cm langer Teil eines Wollfadens mit kleinen Überfangstichen des selben Fadens befestigt. Faden neben Faden gelegt, wird allmählich die gesamte Musterfläche ausgefüllt. Viele, die zum ersten Mal im Klosterstich ausgeführte Teppiche sehen, halten sie für gewebt. 

Da auf der Rückseite der Arbeiten nur wenig von den Fäden zu sehen ist, nannte man den Klosterstich auch "Sparstich".

Diese Technik der Flächengestaltung ist im Kloster Mariensee durch die damalige Äbtissin Frau Barbara Bosse-Klahn seit 1979 in zahlreichen Kursen wieder belebt worden. Viele Interessierte haben sich in den meistens dreitägigen Kursen die Technik angeeignet, und viele der in diesen Kursen entstandenen Arbeiten, häufig nach Vorlagen des Künstlers Erich Klahn, können Sie in den "Bildergalerien" bewundern.